Samstag, 22. Juli 2017
Editorial | 22. Oktober 2015

Gießen entdecken

Gießen historisch: Academia Ludoviciana – Foto: Kronenberg

Dass Schauspieler Til Schweiger in Gießen zur Schule ging, weiß fast jeder. Dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier hier studierte, ist nicht ganz so bekannt. Und dass ein Oscar-Preisträger aus Gießen stammt, weiß kaum einer: Der Maler und Bühnenbilder Hein Heckroth (1901-1970) erhielt 1948 den Oscar für die Ausstattung der Verfilmung des Märchens "Die roten Schuhe". An den renommierten Künstler, der in Hollywood unter anderem mit Alfred Hitchcock zusammengearbeitet hat, erinnert der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis, der alle zwei Jahre von der Hein-Heckroth-Gesellschaft zusammen mit dem Land Hessen und der Stadt Gießen verliehen wird.

Wer zum Beispiel als Erstsemester mehr über seine neue Stadt erfahren will, kann Gießens Geschichte bei der Stadtführung "Gießen historisch" am 8. November (Start 15 Uhr am Kirchenplatz) kennenlernen. Wer sich für eine Wiege der modernen Chemie interessiert, dem sei die Experimentalvorlesung im Liebig-Labor am 4. November (18 Uhr) empfohlen. Immerhin lehrte in diesen Räumen der weltberühmte Chemiker Jusus Liebig.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: KFZ
Panteón Rococó

Mitte der 90er Jahre, als sich gegen den Neoliberalismus in Lateinamerika ein handfester Widerstand von Seiten sozialer Bewegungen formte, spielten Panteón Rococó erst auf Straßen und Plätzen, bald in Pubs und auf politischen Versammlungen. Sie wollten und wollen den Unterdrückten durch ihre Musik eine Stimme verleihen und sich mit der zapatistischen Bewegung solidarisch zeigen, die sich in Mexiko an vorderster Front für die betroffene Bevölkerung einsetzt. Trotz ihres starken Engagements verstehen sich Panteón Rococó nicht nur als eine politische Band, und ihr Erfolg in Europa gibt ihnen Recht – eine schweißtreibende Latin-Ska-Punk-Show wird garantiert.
Sa 22.7. | 20.30 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Carola
Langer /
Pixelio.de
Kuba im Wandel

Die DKP Marburg-Biedenkopf, die SDAJ Marburg und die Freund­schafts­ge­sell­schaft-BRD-Kuba laden zur Buch­vor­stellung Kuba im Wandel ein: "Noch einmal schnell nach Kuba, bevor sich alles ändert": Was ist eigentlich dran an diesem Satz, der seit Ende 2014 häufig zu hören ist? Wie ist der sozialistische Inselstaat zu dem geworden, was er heute ist? Wie sehen das die Kubaner selbst? Und wie geht es jetzt dort weiter? In Buch berichten junge Menschen über die Erfahrungen, die sie auf Kuba während ihres Studiums oder ihrer Arbeit gemacht haben: Wie sind die aktuellen Entwicklungen auf Kuba zu verstehen? Gibt es Rassismus? Wie steht es um die Rechte der Frauen? Wie "frei" ist das Internet? Ökologie und Landwirtschaft, Auswanderung, Arbeit auf Kuba, Meinungsfreiheit, das Wahlsystem und Menschenrechte sind weitere Themen. Die Lesung erfolgt mit den Herausgebern und GründerInnen des Proyecto Tamara Bunke: Paula Klattenhoff, Tobias Salin und Karl Wolfgang.
Mi 26.7. | 19 Uhr | Marburg | DGB-Haus
 
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